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2024-05-02

Das Gute an einem Teufelskreis

Da der Körper zusammenhängt bedingt sich eine Sache auf eine andere.

Passiert im oder am Körper etwas Negatives hat es negative Auswirkung im oder am Körper an anderer Stelle. Das wiederum hat einen schlechten Einfluss auf andere Stellen und so weiter.

Beispiel:
Man hat weniger Energie.
    ↓
Der Rücken wird geknickt.
    
Der Brustkorb kann sich weniger bewegen.
    
Man kann nicht mehr tief einatmen.
    
Die verfügbare Menge an Sauerstoff wird weniger.
    ↓
Man hat weniger Energie.

Und man ist in einem Teufelskreis oder auch Circulus vitiosus genannt. Ein pathologischer Prozess, bei dem sich gestörte Körperfunktionen rückkoppelnd wechselseitig beeinflussen.
Eine ausgesprochen doofe Sache. Denn wenn mal einmal gefangen ist in einem solchen Kreislauf befindet man sich in einer Abwärtsspirale und es gibt viel zu viele Dinge, die man verbessern könnte. Es sind so viele Dinge, und man sie sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Das Gute an alle dem ist, ist dass es ein Rückkopplungskreislauf ist und es vollkommen egal ist, wo man eine Verbesserung ansetzt. Diese Verbesserung wird eine weitere Sache verbessern können, was wiederum eine weitere Verbesserung an anderer Stelle bewirkt.

Beispiel:
Der Brustkorb kann sich weniger bewegen.
    
Man schafft es, dass der Brustkorb sich besser bewegen kann
    ↓
Man kann tiefer einatmen.
    ↓
Die verfügbare Menge an Sauerstoff wir mehr.
    ↓
Man hat mehr Energie
    ↓
Man hat Kraft den Rücken gestreckter halten zu können.
    ↓
Der Brustkorb kann sich besser bewegen.

Man hat es selber in der Hand den Teufelskreis in einen Engelskreis zu ändern.

2024-04-11

Aufrichtung durch Atmung - so einfach

Wie schon beschrieben, gibt es nicht die eine Art sich aufzurichten.

Dennoch hat man die Möglichkeit sich permanent auf zurichten.

"sich permanent aufrichten" ist ein anstrengender Gedanke - da geht der Bock doch direkt flöten.

Nicht, wenn man sich die Atmung zu Nutze macht.

Wenn man einatmet füllt sich die Lunge mit Luft.
Die Lunge bläht sich auf.
Die Lunge befindet sich innerhalb des Brustkorbes.
Der Brustkorb wird durch Rippen gebildet.
Die Rippen entspringen der Brustwirbelsäule.
Atmet man nun ein richtet sich die Brustwirbelsäule auf, weil sich die Lunge aufbläht.

Atmen tut man so oder so und zwar permanent.
Also hat man die Möglichkeit durch die Atmung sich permanent auf zurichten.
Da brauche man noch nicht mal Bock dafür und tut es trotzdem.
Man muss nur eine tiefe Atmung zulassen - funktioniert schon passiv, fast wie von selbst.


2024-03-20

Die Imaginäre globale und segmentale Autotraktion der Wirbelsäule 【IGAT&ISAT】

Es gibt mehrere Art und Weisen eine Haltungskorrektur für eine aufrechte Körperhaltung durch zuführen.
Es gibt nicht die eine Art und Weisen eine Haltungskorrektur für eine aufrechte Körperhaltung durch zuführen.

Bewegung sollte, wenn man sie durchführen soll passieren - sprich ein Happening sein.

Je größer das Repertoire von Bewegungen auf was man zurückgreifen kann ist, desto besser wird der Körper in Situationen, wenn eine Bewegung benötigt wird auswählen können, wie die Bewegung in dieser spezifischen Situation am optimalsten durch zuführen ist.

Die gängigste Art der Anleitung eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen ist die IGAT - die imaginäre globale Autotraktion:
"Stelle Dir vor, Du bist eine Marionette und wirst am Kopf nach oben gezogen."
Also das "Wie Baron Münchhausen sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen hat"-Prinzip.
Super einfach - kennt jeder.
Man stellt sich einfach vor, wie man selbst die gesamte Wirbelsäule lang zieht - eine imaginäre  

Eine weitere Art, bei der es sich lohnt diese zu können ist die ISAT - die imaginäre segmentale Autotraktion.
Zwischen jedem einzelnem Wirbelkörper hat man für gewöhnlich eine Bandscheibe.
Und man stelle sich nun vor, wie von unten angefangen jede einzelne Bandscheibe sich aufbläst und und der Abstand zwischen jedem einzelnem Wirbelkörper größer wird.
Wenn man es als Spiel sieht, muss es in 26 Schritten ablaufen, da man 24 Wirbelkörper hat und und es mit dem Kreuzbein und oben mit dem Schädel abschließt. Verloren hat man das Spiel, wenn man weniger oder mehr als 26 Schritte benötigt.
Da auch dieses Konzept rein imaginär ist, sollte es einem bewusst sein, dass es in Wirklichkeit eh nicht funktioniert.
Dennoch ist das Learning (neudeutsch für Lehre), welches man aus diesem Spiel hat vorteilhaft.
Der Rücken ist in Relation zu unseren Handflächen ein ziemlich taubes Ding. Es fühlt nicht so detailliert. Und in dem man seine Vorstellung und Aufmerksamkeit auf die einzelnen Wirbelsegmente lenkt, erlangt man ein höheres Bewusstsein und eine Feinfühligkeit.

Weiterhin empfehle ich den Unterschied zwischen IGAT und ISAT selbst herauszufinden, indem man IGAT und ISAT im Wechsel mehrere Male wiederholt.
Allein die Tatsache, dass man nachspürt, sich Gedanken drüber macht,  sprich Nerven beansprucht lernt man daraus.
Und dies kann niemals ein Nachteil sein.

2024-01-24

Haltung ist etwas statisches... ?

 Wenn ich "Haltung" höre, denke ich an etwas Steifes.

Kombiniert man das Wort "Haltung" mit einem anderem Wort wirkt es sofort dynamisch und nicht mehr statisch:

"Kampfhaltung"

Auch wenn ich dem Wort "Kampf" nicht viel abgewinnen kann, kann man aus dem Wort "Kampfhaltung" vorteilhafte Schlüsse ziehen.

Müsste ich kämpfen und eine Kampfhaltung einnehmen, muss ich bereit sein, einen Angriff zu vereiteln oder die Bereitschafft haben, einen Angriff erfolgreich zu gestalten. Ich müsste proaktiv sein, um agieren oder reagieren zu können.

Dieses Prinzip des Proaktiven ohne den Aspekt des Kämpfens sollte man auch auf das nackte Wort "Haltung" übertragen und somit wirkt es nicht mehr so steif und statisch. Wenn man dem Wort "Haltung" etwas dynamisches konnotieren könnte, wäre die Welt ein klein wenig entspannter - hoffentlich.

2023-12-27

"Technik vor Kraft" zum Alignment

 Das Alignment ist die Ausrichtung - nur mal so allen voran.

Klingt wie ein Paradoxon, aber zuerst muss man das Gewicht, welches man heben möchte so leicht wie möglich machen, bevor man das Gewicht erhöht, um es dann im Anschluss weiter erhöhen zu können.
Möchte man noch mehr Kraftzuwachs erlangen, kommt man zwar irgendwann nicht mehr drum rum, das zu hebende Gewicht bei Übungen zu erhöhen, aber dies hat erstmal sekundäre Priorität.

Mit "das Gewicht so leicht wie möglich machen" ist in erster Instanz nicht gemeint, dass man mehr Kraftzuwachs hat, durch zum Beispiel erfolgreichem Muskelzuwachs. Natürlich hat man ein Gewicht leichter gemacht, wenn man mehr Kraftzuwachs durch Muskelzuwachs hat. Dies sollte aber erst der nächste Schritt sein.

Die Stufe davor sollte so sein, dass man das Auge, das Verständnis und das Gefühl für das Alignement, für die Physik zubekommen - für die Ausrichtung des eigenen Körpers und des Körpers von dem, was man selbst bewegen möchte.
Wenn der eigene Körper es verstanden hat, die optimale Linie zu finden, um sich effizient zu bewegen, dann wird auch das Verständnis wachsen, mit Hilfe des eigenen Körpers andere Körper zu bewegen.

Wenn man es verstanden hat, ohne Schwung und großer Kraftanstrengung, sondern durch optimaler Physik aus dem Sitzen seinen Körper in den Stand zu transferieren, dann kann man jemanden leichter dabei helfen, vom Sitzen in den Stand zu kommen.

Und mit "Verstehen" reicht "Kennen" nicht aus, sondern man muss es auch "können".

Das allgemein bekannte Bodybuilding eignet sich hervorragend dafür, dieses Können zu manifestieren.
Da unter Mehrgewicht man selbst dazu gezwungen wird, die optimale Linie zu finden.
Findet man sie nicht, ist es unnötig anstrengend oder es droht sogar Verletzungsgefahr.

Zuversichtlich bin ich, dass Du nach dem Lesen dieses Textes noch Fragen hast. Stelle sie mir ruhig über E-Mail.

2023-11-29

"Technik vor Kraft" und die stabile Körperhaltung

Bei der Ausführung der BIG3 (bzw allgemein bei Bodybuilding-Übungen) müssen gewisse Prinzipen eingehalten werden. Und schafft man es diese Prinzipien dann in den Alltag zu implementieren, werden Bewegungsabläufe körperschonend und leichter ausgeführt werden können

Beim dem sogenanntem Bodybuilding gilt "Technik vor Kraft". 
Und dazu ist eine stabile Körperhaltung unabdingbar. Schafft man diese Haltung dann in dem Alltag zu transferieren, ist die Chance riesengroß, Lenden-, Hüft-, Schulter- und Nackenbeschwerden loszuwerden, zumindest lindern und präventiv dem entgegen wirken zu können.

Wenn man sich sogar einlässt eine gewisse Phase mit schweren Gewichten zu arbeiten, schafft man es leichter eine aufrechte Körperhaltung zu manifestieren. Das nur so nebenbei.