Ein wichtiger Aspekt den man sich aneignet, wenn man japanische Traditionen lernt ist die Höflichkeits-Etiquette.
Man verbeugt sich ständig.
Man verbeugt sich, wenn man die Trainingsstätte betritt.
Man verbeugt sich, wenn man das Training beginnt.
Man verbeugt sich vor seinem Trainingspartner, wenn man Partnerübungen anfängt.
Man verbeugt sich vor seinem Trainingspartner, wenn man Partnerübungen beendet.
Man verbeugt sich, wenn man das Training beendet.
Man verbeugt sich, wenn man die Trainingsstätte verlässt.
Man verbeugt sich zwischendurch.
Man verbeugt sich mit und ohne das Kommando "Rei" aufgerufen wird.
Somit wird der Eindruck erweckt, dass das japanische Wort "Rei" Verbeugung heißt.
Es bedeutet aber "Höflichkeit".
Mit dem Kommando "Rei" sagt man an, dass man Respekt oder Höflichkeit zeigt.
Natürlich sollte man Höflichkeit seinem Gegenüber zeigen.
Und wenn man schon denn Sinn nicht erkennt, seinem Gegenüber Höflichkeit zu zeigen, sollte man es wenigstens für sich selbst tun.
Denn wenn man die japanischen Höflichkeitsgesten ausführt, wird man selbst unerschütterlicher - sprich: "stärker".
Dazu gehört unter anderem auch, wenn man sich vorstellt und eine Visitenkarte aushändigt, diese mit beiden Händen zu überreichen.
Oder wenn dazu gehört auch, wenn man jemanden etwas übergibt, dass man diesem jemanden das Zuübergebende nicht einfach so hinwirft, sondern sanft hinlegt.
Man sollte sowieso nicht einfach so irgendetwas, wenn man etwas ablegen soll oder will nicht hinwerfen, sondern sanft hinlegen. Wenn die Situation es einem ermöglicht gar mit beiden Händen.
Nicht nur sich selbst, seinem Gegenüber sondern auch Dingen gegenüber ist es ratsam höflich zu sein.
Dies macht einen "stärker" und dies kommt wieder anderen zu Gute.